Alto contrasto
Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft gesichert bleibt, muss besonderes Augenmerk auf die Ausbildung gelegt werden. „Besonders im wissenschaftlichen und technologischen Bereich, aber auch im Bereich der Sprachkenntnisse, sind deshalb verstärkte Investitionen notwendig“, betont Handelskammerpräsident Michl Ebner.
Das Bildungssystem muss eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen: die sozialen und kulturellen Aspekte müssen in Einklang mit den Erfordernissen des Arbeitsmarkts gebracht werden. So können der Jugend angemessene Berufsmöglichkeiten und den Unternehmen die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften garantiert werden.
Die Verstärkung der universitären Ausbildung wird in den nächsten Jahren eine grundlegende Rolle spielen. In Südtirol verfügen etwa 42.000 Personen über eine Hochschulausbildung, was 16,4 Prozent der Erwerbspersonen entspricht. Im gesamtstaatlichen Vergleich (Italien: 19,3 Prozent) stellt dies eine unterdurchschnittliche Quote dar.
Gleichzeitig muss auch die Berufsbildung (Berufsfachschulen und Lehrlingswesen) weiter gestärkt werden. Nicht zuletzt durch das duale Ausbildungssystem hatte Südtirol nie eine so hohe Jugendarbeitslosigkeit wie das restliche Italien und die Zahl der Lehrlinge ist auch wieder steigend. 2015 sind über 4.500 Jugendliche als Lehrlinge beschäftigt und damit wurde der Tiefpunkt von 2012 mit 3.880 Lehrlingen überwunden.
Handelskammerpräsident Michl Ebner ist überzeugt, dass dem „lebenslangen Lernen“ eine große Bedeutung beigemessen werden muss: „Investitionen in die Bildung dürfen sich nicht nur auf junge Menschen beschränken. In einer globalisierten Arbeitswelt muss die Ausbildung auch nach dem Abschluss der Lehre, der Schule oder des Universitätsstudiums kontinuierlich weitergehen.“
Schließlich sind gute Sprachkenntnisse für die Arbeitswelt und die soziale Entwicklung des einzelnen Bürgers essenziell. Dies gilt umso mehr in Südtirol, wo die Mehrsprachigkeit der Bevölkerung schon immer ein kultureller Reichtum und eine Stärke der Wirtschaft war.
Die Handelskammer bringt sich auch selbst aktiv ins Bildungsgeschehen ein. Die Initiative „Schule-Wirtschaft“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen und den Südtiroler Unternehmen auszubauen. Das WIFI, der Weiterbildungsservice der Handelskammer, bietet zudem zahlreiche Weiterbildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Unternehmer/innen und deren Mitarbeiter/innen.
Die Impulse der Handelskammer zum Thema Bildung:
Für weitere Informationen steht die Handelskammer Bozen zur Verfügung, Ansprechpartner Alfred Aberer, Tel. 0471 945 612, E-Mail: alfred.aberer@handelskammer.bz.it.